August 5, 2021

KlimaKolumne: Mehr Punkte wär'n im Abi besser!

Schmelzende Gletscher, Brände im Regenwald oder doch lieber Ölbetten aus übergroßen Tankfrachtern? Umweltprobleme gibt es überall auf der Welt - dabei nimmt die Katastrophe erst noch ihren großen Lauf. Derzeit nippt sie in einem aus Treibhausgasen bestehenden Pool voller Emissionen an ihrem Softdrink und schaut der Menschheit beim Schwitzen zu.

Erdrückend ist also nicht nur die derzeitige Temperatur, sondern auch die Zukunft. Ich warne hierbei schon vor: Dieser Beitrag kann Spuren von Umweltschützer enthalten.

Klima-Kipppunkte sind hierbei das Stichwort. Punkte, die irreversible, also unumkehrbare Folgen für den Planeten und dessen Bewohner haben. Punkte, die das zukünftige Leben in einer Weise beeinträchtigen könnten, wie wir sie noch nie gesehen haben. Punkte, die im Abi besser wären.

Klima-Kipppunkte. Dieser kleine Buchstabenhaufen ist nicht nur ein Schlachtwort diverser Umweltschutzorganisationen. Leider ist es pure Realität. Nun sollte man nicht voreilig sein und erläutern, was Klima-Kipppunkte überhaupt sind. Laut Wikipedia wird diese Wortkonstellation als ein “in der Erdsystemforschung [...] überregionaler Bestandteil des globalen Klimasystems bezeichnet, der bereits durch geringe äußere Einflüsse in einen neuen Zustand versetzt werden kann, wenn er einen “Kipp-Punkt” [...] erreicht hat.

Inzwischen wurden Regionen auf der Erde festgestellt, welche besonders empfindlich auf menschliche Einflüsse reagieren - glücklicherweise zuerst einmal durch verschiedene Klimamodelle im Labor. Forscher gehen davon aus, dass manche dieser Punkte, obwohl sie so schwer sind, wie das Zerstören von sieben Horkruxen, bereits im 21. Jahrhundert überschritten werden könnten oder bereits überschritten wurden. Da wir nicht exakt messen können, wann diese Punkte wirklich überschritten sind, sie das aber nicht weniger gefährlich macht, sollten wir einen Blick auf zumindest einen möglichen Kipp-Punkt werfen. Diese sind allerdings vielseitig, wie ein Buch.

Mehr Eis für’s Meereis

“Die durchschnittlichen Temperaturen in der Arktis sind in den letzten 100 Jahren fast doppelt so schnell gestiegen, wie im globalen Mittel. Diese Feststellung treffen die Wissenschaftler im 4. Sachstandsbericht des Weltklimarates (Zwischenstaatlicher Ausschuss für Klimaänderungen - IPCC).”, so das Bundesumweltministerium.