August 30, 2021

Antworten der FUWG auf unseren FFFragenkatalog vom 02.08.2021

KLIMASCHUTZ IM HEIDEKREIS! WIE ERREICHEN WIR EINE LEBENSWERTE ZUKUNFT VOR ORT?

Unser Projekt - Unser FFFragenkatalog!

Im Folgenden finden sich die Antworten der FUWG auf unseren Fragenkatalog vom 02.08.2021.

Frage 1: Lässt sich der Klimawandel, wie wir ihn bereits heute erleben, auf einen anthropogenen Treibhauseffekt zurückführen. Wenn nicht, mit welcher Begründung?

Ja sicher.

Frage 2: Welchen Stellenwert hat Klimaschutz und Umweltschutz für die Entscheidungen ihrer Fraktion im Kreistag?

Einen sehr hohen Stellenwert, da es unser aller Zukunft bedeutet.

Frage 3: Gibt es Maßnahmen, um die Beteiligungs- und Informationsmöglichkeiten von Bürger*innen über den Klimaschutz zu stärken? Wenn nicht, sind solche Maßnahmen geplant? Wenn doch, können Sie diese Maßnahmen spezifizieren?

Gibt es Maßnahmen, um die Beteiligungs- und Informationsmöglichkeiten von Bürger*innen
über den Klimaschutz zu stärken? Wenn nicht, sind solche Maßnahmen geplant? Wenn
doch, können Sie diese Maßnahmen spezifizieren?

  • Bürgerentscheide
  • Verwaltungsarbeit transparenter machen/ Infotools erstellen
  • Allgemeine Aufklärung

Frage 4: Wen haben Sie zu Ihrem Verständnis und zu Ihrer Auseinandersetzung mit den klimatisch-wissenschaftlichen Feststellungen für Ihre Entscheidungsfindungen konsultiert?

Wen haben Sie zu Ihrem Verständnis und zu Ihrer Auseinandersetzung mit den klimatischwissenschaftlichen
Feststellungen für Ihre Entscheidungsfindungen konsultiert?

  • Wissenschaftliche Sendungen/ Publikationen
  • Bücher

Frage 5: Wie wollen Sie andere, angrenzende Verwaltungszonen davon überzeugen den zukünftigen Fokus gemeinsam auf nachhaltige Generationen- bzw Klimagerechtigkeit zu legen?

Es gibt bereits überregionale Kooperationen bzw. landesweite Koordinierungsstellen, z.B. beim Thema Hochwasserschutz, was sehr gut und sicher auch ausbaubar ist. Gerade
Klimaschutzthemen sind ja naturgemäß nur überregional zu lösen, wo man letztlich versuchen muss, auch Einfluss auf die Entscheidungen des Landes Niedersachsen bzw. der Bundesrepublik/EU zu nehmen.

Frage 6: Sollte der Heidekreis den Klimanotstand ausrufen?

Vielleicht wäre das ein Weg, aber die Frage ist, ob damit tatsächlich deutlich mehr Bemühungen verbunden sind oder ob es nur ein symbolischer Schritt wäre. Fraglich ist, ob in
den Städten, die bislang den Klimanotstand ausgerufen haben, signifikant mehr in Sachen Klimaschutz passiert ist. Wenn man die Symbolik aber dazu nutzen würde, auch die Bürger
dazu aufzurufen, Ideen einzubringen, Projekte vorzuschlagen, die dann vom Landkreis mitunterstützt werden würden, würde es tatsächlich ganz andere Ausmaße annehmen können, als wenn jetzt eine Verwaltung z.B. sagt, wir statten alle Verwaltungsgebäude mit Photovoltaik aus, was ja hoffentlich ohnehin passiert, wo es möglich ist.

Frage 7: Wie wird das Gleichgewicht von wirtschafts- und umweltpolitischen Zielen berücksichtigt? Bedeutet: Werden regionale Wertschöpfungsflüsse, wie Steuereinnahmen, in der Region verbleibende Gewinne und Einkommen, sowie Arbeitsplätze, als auch die ökologischen Folgekosten, wie regionale und vor allem globale Klimaveränderung und Verlust von Biotopen in zukünftigen politischen Entscheidungen gegenübergestellt?

Zurzeit ist der Fokus auf die wirtschaftliche Ausrichtung gelegt. Angesichts der klimatischen Veränderungen muss der Fokus ganz klar auf das Zusammenspiel Ökologie und Ökonomie
gelegt werden um Biodiversität zu erhalten.

Frage 8: Mit was für klimatischen Veränderungen ist bis 2050 für den Heidekreis zu rechnen?

Die klimatischen Veränderungen betreffen uns alle, nicht nur den Heidekreis. Hier muss mehr für alternative Energien aufgewendet werden.

Frage 9: Wie wird auf im Zusammenhang mit dem Klimawandel auftretende, anhaltende Dürre-, Hitze- und Starkregenperioden durch den Kreis reagiert?

keine Antwort vorhanden

Frage 10: Können, nach Einschätzung ihrer Partei, durch den Klimawandel verursachte Folgekosten vom Kreis getragen werden, wie beispielsweise gestiegene Kosten für Wassernutzung?

Hier könnten Förderungen für ressourcenschonende Energiewirtschaft angeboten werden, um Rückhaltebecken und Zisternen zu installieren.

Frage 11: Welche Folgen hat das Insektensterben für den Heidekreis und inwieweit werden Landwirte vor den Profiteinbußen gesichert?

Hier stellt sich eher die Frage wie die Bewirtschaftung der Flächen in der Zukunft sein wird. Aufgrund der noch relativ abwechslungsreichen Flächenstrukturen ( im Vergleich mit
anderen Gegenden in Deutschland) hat das Insektensterben momentan noch nicht so starke Auswirkungen hier, man sollte man baldmöglichst gegensteuern.

Frage 12: Inwieweit ist der Heidekreis für die zukünftige Ankunft von sogenannten "Klimageflüchteten" gewappnet? Wie will man den Ansprüchen einer Unterbringung und Versorgung gerecht werden?

keine Antwort vorhanden

Frage 13: Welche Vorhaben haben Sie zum Schutz der regionalen Wasservorkommen und  -versorgung, auch im Zeichen der Klimaanpassung?

Auch hier Rückhaltebecken, Wassersparprogramme und Zisternen.

Frage 14: Wie wollen Sie die Wälder des Heidekreises bewahren und widerstandsfähiger machen, sodass sie den zu erwartenden klimatischen Veränderungen gewachsen sind?

Abkehr von der Monokultur, Förderung des „nachwachsenden Waldes“ Berücksichtigung von robusten und einheimischen Bepflanzungen, um Wald zukunftsfähig zu machen.

Frage 15: Wie kann der Heidekreis aus Sicht ihrer Partei die ökonomisch-ökologische Transformation in der Region in Bezug auf Güterverkehr bewältigen?

Ohne zweigleisigen Ausbau der Heidebahn sicherlich nicht möglich, dieses Thema wurde in den letzten 25 Jahren von der Öffentlichkeit öfter angesprochen (auch, um den Pendeltakt
für Berufstätige nach Hannover zu verbessern und erhöhen), aber bislang immer verworfen. Ein wichtiges Thema!

Frage 16: Wie wollen Sie sich als Partei auf Kreisebene für eine nachhaltige Flächennutzung- und bebauung z.B im Bezug auf klimafreundliche Gewerbeflächen als Standortvorteil einsetzen.

Förderung von Null-und Niedrigenergiebauweisen. Anpassung an die vorhandenen Flächen, wenig Bodenverdichtung, keine Rodungen.

Frage 17: Wie wird sichergestellt, dass Bäume, die im Sinne einer Kompensation von Waldrodungen für Flächen neu angepflanzt wurden, auf die selbe Größe heranwachsen und, wie werden sie die zu erwartenden Hitzeperioden und Schädlingsbefälle überstehen?

Siehe Frage 14: Abkehr von der Monokultur, Förderung des „nachwachsenden Waldes“ Berücksichtigung von robusten und einheimischen Bepflanzungen, um Wald zukunftsfähig zu machen.

Frage 18: Sollte bei Erarbeitung und Umsetzung von neuen Flächennutzungsplänen und Bebauungsplänen der Klimaaspekt verstärkt im Fokus stehen? Sind Vorgaben zu emissionsfreien und klimaneutralen Bauvorschriften geplant oder befinden sich bereits in der Umsetzung, wie Niedrigenergiehäuser, Vorgaben für die Nutzung von Erdwärmekonzepten, etc.?

Da die Entscheidung Ländersache ist, müssen wir schauen, welchen Spielraum uns Niedersachsen hier bietet.

Frage 19: Welche Maßnahmen sehen Sie vor, um den öffentlichen Nahverkehr im Raum des Heidekreises attraktiver für Mensch und Natur zu gestalten?

Welche Maßnahmen sehen Sie vor, um den öffentlichen Nahverkehr im Raum des
Heidekreises, attraktiver für Mensch und Natur zu gestalten?

  • Carsharing
  • Mitfahrerbänke
  • Regionalen Busverkehr ausbauen durch Bürgerbusse etc.
  • Ausbau Radwege

Frage 20: Dem Gebäudesektor steht, wie dem Verkehrssektor, noch die große Transformation zur Klimaneutralität bis 2050 bevor. Werden konkrete Maßnahmen von ihrer Partei ergriffen, damit die Bestandsgebäude und die Neubauten, zum Beispiel beim neuen Heidekreisklinikum, in Zukunft deutlich energieeffizienter sind?

Siehe Frage 18: Da die Entscheidung Ländersache ist, müssen wir schauen, welchen Spielraum uns Niedersachsen hier bietet.